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Lead Management

Lead Scoring erklärt: effiziente Lead-Bewertung mit HubSpot

Veröffentlicht am 24. Januar 2025 · 7 Min. Lesezeit · Agnieszka Sobala

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Effizientes Lead Management ist der Schlüssel, um im modernen Marketing und Vertrieb erfolgreich zu sein. Lead Scoring hilft Ihnen, die besten Chancen zu erkennen und Ihre Ressourcen gezielt einzusetzen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie das neue Lead-Scoring-Tool von HubSpot nutzen, um Ihre Prozesse zu optimieren und Ihre Teams besser aufeinander abzustimmen.

Was ist Lead Scoring und warum ist es so ein großes Thema?

Lead Scoring, auch bekannt als Lead-Bewertung, ist im Wesentlichen ein Ranking-System für potenzielle Kunden (Leads). Es hilft Ihnen herauszufinden, wer wirklich interessiert ist und zu Ihrem Unternehmen passt — und wer nur flüchtig vorbeischaut. Das Ziel: Ihre Zeit und Ressourcen gezielt auf die Leads konzentrieren, die am wahrscheinlichsten konvertieren.

Immer mehr Unternehmen in Deutschland setzen auf Lead-Scoring-Modelle — nicht nur, um heiße Leads zu identifizieren, sondern auch, um die Churn-Rate, also die Abwanderungsrate von Kunden, zu reduzieren oder die Marketing-Automatisierung effizienter zu gestalten.

HubSpots neues Lead-Scoring-Tool: Mehr Möglichkeiten, weniger Limits

HubSpot hat kürzlich ein neues Lead-Scoring-Tool eingeführt, das den bisherigen Ansatz auf ein neues Level hebt. Die Highlights:

  • Kombinierte Scores für Engagement und Fit: Wie aktiv ist der Lead — und passt er zu Ihrem Ideal Customer Profile?
  • Die Möglichkeit, die Scores in separate Gruppen mit eigenen Score-Limits zu organisieren.
  • Automatische Anpassungen über Zeit (Score Decay) — etwa wenn ein Lead länger inaktiv ist.
  • Flexible Einstellungen, um Scores für bestimmte Kontakte oder ganze Gruppen festzulegen.

Mit diesen neuen Funktionen können Sie Ihre Lead-Qualifizierung und Lead-Priorisierung deutlich optimieren.

Bevor Sie loslegen

Sie haben sich das Tool angeschaut, aber es wirkt zu kompliziert? Keine Sorge — vielen Nutzern geht es so. Im Vergleich zum alten, property-basierten Scoring-Tool ist die neue App umfangreicher. Doch mit der richtigen Vorbereitung erkennen Sie schnell die Vorteile des neuen HubSpot Lead Scorings.

Ein gut funktionierendes Lead Scoring braucht eine solide Grundlage. Stellen Sie sich und Ihrem Team vorher folgende Fragen:

  • Was wollen Sie mit Lead Scoring erreichen? Geht es um mehr Conversions, eine bessere Lead-Qualität oder eine präzisere Lead-Priorisierung?
  • Arbeiten Sales und Marketing effektiv zusammen? Wenn das Sales- und Marketing-Alignment fehlt, bringt auch das beste Lead Scoring nicht die gewünschten Ergebnisse.
  • Haben Sie ein klares Ideal Customer Profile (ICP)? Ohne ein klares Kundenprofil wird es schwierig, die richtigen Kriterien zu definieren.
  • Wie viele Leads generieren Sie pro Tag? Je mehr Leads täglich eingehen, desto wichtiger ist eine smarte Marketing-Automatisierung, um Ihr Vertriebsteam zu entlasten.
  • Wie sieht es mit Ihren Daten aus? Veraltete oder unvollständige Daten können das Lead Scoring sabotieren. Eine saubere Datenpflege ist entscheidend.

Beim Lead Scoring gilt generell: Einfach machen! Probieren Sie das Feature aus, sammeln Sie Feedback von Ihren Sales- und Marketing-Teams und finden Sie so das richtige System für Ihr Unternehmen.

So bauen Sie Lead Scoring in HubSpot auf

Die neue Lead-Scoring-Funktion finden Sie unter „Marketing“ in der linken Menüleiste. Dort haben Sie die Möglichkeit, drei verschiedene Scores zu erstellen:

  • Interaktionsscore (Engagement Score)
  • Fit-Score
  • Kombinierter Score (Engagement + Fit)

Sie können dabei zwischen den Objekten Kontakt und Unternehmen wählen.

Interaktionsscore (Engagement Score)

Der Interaktionsscore misst die Aktivität und das Interesse eines Leads. Dieses Konzept hängt stark von Ihrer Marketingstrategie, Ihrer Online-Präsenz und Ihrem Geschäftsmodell ab. Typische Kriterien für das Engagement-Scoring umfassen:

  • Website-Besuche: besonders Besuche auf Seiten mit hoher Kaufabsicht (Intent) wie Preis- oder Angebotsseiten.
  • Formular-Einsendungen: etwa das Herunterladen eines Whitepapers oder die Anmeldung zu einem Webinar.
  • E-Mail-Interaktionen: Klicks und Öffnungen.
  • Teilnahme an Marketing-Events: Webinare oder Vor-Ort-Veranstaltungen.

Für jeden Interaktionstyp können Sie eine Gruppe mit eigenem Namen und einer Punktbegrenzung erstellen. Danach fügen Sie die Kriterien hinzu — ausgefüllte Formulare, besuchte Seiten oder E-Mails.

Decay Scores und Punktlimits

Ein besonders interessantes Feature ist die Möglichkeit, Punkte mit der Zeit zu reduzieren (Decay Scores). Damit stellen Sie sicher, dass nur Leads mit kontinuierlichem Engagement hoch bewertet werden. Findet über einen bestimmten Zeitraum keine Interaktion statt, wird der Score automatisch verringert.

Für jede Gruppe können Sie zudem entscheiden, ob eine Aktion bei jeder Wiederholung Punkte erhalten soll oder ob eine maximale Punktzahl gilt. So vermeiden Sie beispielsweise, dass ein Kontakt, der nur häufig E-Mails öffnet, denselben Score erreicht wie ein Lead mit vielschichtigem Engagement.

Fit-Score

Der Fit-Score bewertet, wie gut ein Lead zu Ihrem idealen Kundenprofil (ICP) passt. Der Fit-Score ist konzeptionell einfacher, da die Kriterien stabil und leichter zu definieren sind. Sobald Sie sich im Unternehmen darauf geeinigt haben, wer Ihr ICP ist, übertragen Sie diese Kriterien einfach in den Score-Builder. Häufig genutzte ICP-Kriterien sind Standort, Unternehmensgröße, Jobtitel (bei Kontakten), Branche und Umsatzdaten.

Ein weiterer kleiner Trick: das individuelle Bewerten unterschiedlicher Werte. Wenn eine bestimmte Branche besonders wichtig ist und mehr Punkte erhalten soll als andere, können Sie das entsprechend festlegen.

Woher kommen die Daten zu Umsatz, Branche und Standort? Das Breeze Intelligence Data Enrichment ist besonders hilfreich, um relevante Daten über die Unternehmen in Ihrem CRM zu sammeln und Ihre Datensätze für smarteres Scoring anzureichern.

Weitere Neuerungen im Lead Scoring

Mit dem neuen Lead Scoring entscheiden Sie gezielt, wer überhaupt bewertet werden soll — ein großer Fortschritt gegenüber der alten Funktion. Sie können:

  • alle Kontakte scoren,
  • nur eine bestimmte Liste scoren,
  • Kontakte ausschließen, die nicht gescort werden sollen.

Da Sie mehrere Scores erstellen können, haben Sie die Flexibilität, verschiedene Segmente anhand unterschiedlicher Kriterien zu bewerten.

Score speichern und Kategorien festlegen

Sobald Sie die Kriterien festgelegt haben, können Sie den Score speichern. Für jeden Score werden dabei zwei Eigenschaften erstellt: die Punktzahl selbst, die den aktuellen Score speichert, und die Kategorie (hoch, mittel, niedrig), die automatisch basierend auf der Punktzahl zugewiesen wird.

Namen und Grenzwerte jeder Kategorie lassen sich individuell anpassen. Die farbliche Kodierung der Kategorien macht es Ihrem Team leichter, auf einen Blick zu erkennen, welche Leads wirklich Priorität haben.

Best Practices, die Ihr Lead Scoring aufs nächste Level bringen

  1. Automatisierung nutzen: Richten Sie Workflows ein, die heiße Leads automatisch an Sales weitergeben oder in passende Kampagnen einspeisen. Eine simple Slack-Benachrichtigung an das Sales-Team, wenn ein Lead den High-Scoring-Schwellenwert erreicht, kann ein echter Gamechanger sein.
  2. Iterieren und Feedback einholen: Binden Sie Ihr Team aktiv in den Aufbau des Scores ein — der Score soll ihm helfen, die Qualität der Leads besser zu verstehen und die Bemühungen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Holen Sie regelmäßig Feedback ein und passen Sie die Kriterien an die Prozesse und Bedürfnisse an.
  3. Tracking und Reporting: Nutzen Sie die Reporting-Tools in HubSpot, um zu analysieren, wie Ihr Scoring-System funktioniert. Werden Leads mit hohem Score auch wirklich zu Kunden? Überprüfen Sie regelmäßig die Effektivität und nehmen Sie bei Bedarf Anpassungen vor.

Fazit

Lead Scoring ist ein absolutes Must-have, wenn Sie Ihr Marketing und Ihren Vertrieb smarter und effizienter machen wollen. Mit dem neuen Tool von HubSpot haben Sie die perfekten Werkzeuge an der Hand, um Ihre Leads besser zu verstehen und Ihr Team auf Erfolgskurs zu bringen. Wichtig ist, dass Sie von Anfang an die richtigen Fragen stellen, flexibel bleiben und immer wieder optimieren — dann steht Ihrem Erfolg nichts im Weg. Wenn Sie Hilfe bei der Einrichtung brauchen, unterstützen wir Sie gern.

Ursprünglich veröffentlicht auf blog.factory42.com

Über die Autorin

Agnieszka Sobala

HubSpot Consultant, factory42

Agi ist HubSpot Consultant bei factory42 und verfügt über mehr als sieben Jahre Erfahrung mit HubSpot, insbesondere in den Bereichen SaaS Sales, Marketing Automation und Product-Led Growth. Sie liebt es, komplexe Automationen und Workflows zu erstellen, um Prozesse effizienter zu gestalten und das volle Potenzial von HubSpot auszuschöpfen.

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